Samstag, 18. April 2009

Kathmandu

Heute war Shopping und Sehenwuerdigkeiten in KTM angesagt. Traf heute morgen doch tatsaechlich meine 11taegige Trekkingbekanntschaft Lianne bei Fruehstueck getroffen. So klein ist die Welt. Sie flog heute mittag nach Delhi weiter. Weiter trafen wir dann auf einen daenischen Jungen, den wir in Pengboche zusammen mit einem finnischen Typen trafen. Beide gaben an, Expeditionsleiter fuer Everest Exp. zu sein. Der Finne fuers Klettern und der Daene fuer die admin. Dinge. Beide wuerden nun fuer Wochen im Base Camp verweilen. Nur das der Daene heute morgen mit einer ich wuerde schaetzen Daenin (sie redeten skandinavisch miteinander) am Fruehstueckstisch sass. Er sprach kein Wort mit uns, sondern sagte nur "Hi" beim Verlassen des Speisesaals. Aha..was fuer ein Bluffer... da hat mich meine Menschenkenntnis nicht getaeuscht.. dachte mir gleich in der Lodge, dass mit dem Typen was nicht stimmt, zu sehr auf Show aus..

Hab mir dann heute einen Fahrer und einen - wie sagt man so schoen in Deutsch "Fremdenfuehrer" fuer 50 Dollar genommen und hab mich 6h lang kreuz und quer durch KTM kutschieren lassen.
Wenn interessiert und wer googeln will. Ich war am:
-Durhar Square (einer der belebtesten Plaetze ueberhaupt in KTM)
-Swaqawbhu Stupa (man muss zw. 360 und 380 Stufen hoch - hab vergessen wie viele genau...bei der Hitze aber egal..bis man oben ist schwitzt man) - sehr schoener Tempel mit Blick auf die Millionenstadt
-Bodnath Stupa (auch sehr schoener Tempel, ist einmal im Jahr mit tausenden von Butterlampen belaeuchtet)
- Pattern Dobary Square (wirklich zum empfehlen!! tolle Tempelanlage, in welchem eine oeffentliche Wasserstelle liegt, an der die Nepalis in Kanistern ihr Trinkwasser fuer daheim holen..wenn ein Europaer davon trinken wuerde.....
- Pashupatinath (Totenverbrennung der Hindu am Fluss - hier sind auf 7 "Pollern" Holzscheite aufgebaut und die Hindus der Stadt werden hier nach ihrem Tod verbrannt. Rund um die Uhr. Die Soehne des oder der Verstorbenen tragen den Leichnahm der notduerftig in Tuechern gewicklet ist drei Mal um den Holzstapel und dann wird er abgelegt und angebrannt. Alle Soehne muessen sich den Schaedel kahl rasieren (fuer 1 Jahr) und weisse Kleidung tragen (ahenlich wie die westliche Kultur, nur dass wir schwarz tragen), nachdem alles unter den Augen der Verwandten, Freunde und Nachbarn zur Asche verbrannt ist, wird die Asche in den Fluss gekehrt, der durch die Stadt laueft... aeh Fluss... das ist grad eher ein Rinnsaal...

interessant zu beobachten auch die "Heiligen Maenner" aus Indien, die spaerlich gekleidet und eingekalkt in orangen Gewaendern mit ewiglangen Dreadlocks und langen Baerten rumsitzen und sich fuer 20ct fotografieren lassen.
Ich hab mal drei beobachtet und hochgerechnet. Am Tag verdienen die rund 3000 Rupien, dass sind 30 Euro! Eine Putzfrau in Kathmandu bekommt 20 Rupien die Stunde! Die Herren sehen also sehr verwahrlost und arm aus, sind aber Spitzenverdiener hier...

Nach Sehenwuerdigkeiten war Shopping angesagt. Hab mich mit Mammut-Fake Softshell Jacken eingedeckt.. Weiter gabs einen tollen Schneider, der T-Shirts nach eigenen Vorgaben fertigt. Das Label wird im PC gemacht und dann nicht aufgebuegelt - nein...mit der Naehmaschine eingestickt...
Mein T-Shirt ist in drei Tagen fertig (also wenn ich aus der Sommerfrischen Pokara zurueck bin) und kostet mich 8 Euro.
Beim Schneider hat es dann so geendet, dass er mir in alle Softshelljacken im Nacken "COCO" einstickt und ich ihm dafuer seinen PC wieder internetfaehig gemacht habe...sein Sohn hat irgendwas veraendert...ich hatte da so ein Deja Vue... mit dem PC meiner Ma und ihren Enkeln und wusste daher gleich was zu machen war..10min Arbeit.. nun kann der gute Mann wieder seine Emails lesen.grinz.

Morgen um 8h gehts mit "Yeti Airlines" ab nach Pokara. Flugzeug ist eine Jetstream 41. Ich hab dort vor drei Tage nix zu machen als: essen,lesen, sonnen, Berge schauen, schlafen.Mal sehen ob ich das kann. Das waeren die ersten Tage seit Februar, an denen ich wirklich nix machen wuerde.
Laut dem Hotelpersonal ist Pokara der Himmel auf Erden fuer jeden Nepali...aha.

na dann.

Donnerstag, 16. April 2009

Lukla

Haenge hier in Lukla fest! Bin heute aus Namche nach Lukla gelaufen. Waren 5h unterwegs. war ein strammer Marsch immer bergab und die Luft wurde immer dicker!
Mein Superguide hat doch tatsaechlich vergessen meinen Flug vom 21.4 auf den 17.4 umzubuchen. Als ich heute in Lukla ankam und mein Rueckflugticket verlangte, stand da immer noch der 21.4 drauf (steht immer noch drauf..) ich hab dann Druck gemacht und die Hausdame der Lodge ging dann an den Schalter von Agni Air und versuchte umzubuchen. Leider ging heute aufgrund schlechten Wetters nur 1!!! Flug von und zu Lukla. d.h. es warten ca. 70 Leute auf ihren Rueckflug. Pro Maschine gehen 12 Leute rein.. Man hat mir gesagt, dass ich morgen um 10h am Flughafen sein soll und ich in der 10. Maschine fliegen soll.. nur glaub ich, dass dies eine"wir verkaufen mal den Touri fuer dumm" Aktion ist und die sich nicht trauen mir zu sagen, dass ich morgen nicht fliegen kann, da ich denen heute ziemlich deutlich den Kopf gewaschen habe... so glaube ich, dass aufgrund der Wetterlage morgen vielleicht 5 oder 6 Flieger starten und landen werden und ich einen weiteren Tag hier haengen werde. Sehr schade, da ich doch weiter nach Pokara fliegen wollte um dort ein wenig zu relaxen..
Das Problem hier ist, dass die Piloten auf Sicht fliegen muessen um hier zu landen. Und Wolken kommen hier echt schnell auf. Heute flogen mind. 5 Maschinen in den Talkessel und drehten dann wieder aufgrund der schlechten Sicht ab..

so haeng ich hier halt rum. Es gibt einen Irish Pub - der sich einen Stock tiefer als der Internetrechner befindet. Ja!! der ist gut besucht - vorhin waren gerade 2 Personen drin die Billard gespielt haben.. Ja in Lukla tobt der Baer... da kann man so richtig die Sause machen.gaehn..

meld mich erst wieder aus Kathmandu, wenn ich den "Superguide" in die Wueste geschickt habe und sicher gelandet bin..

Mittwoch, 15. April 2009

Dingboche - Namche Bazzar

Von gestern auf heute hatte ich eine schlimme Nacht. Schaetze Schuld war das Essen, dass es im Basislager am Island Peak gab..werde uebermorgen wenn alles gut geht in Kathmandu sein, da werde ich mal ein Bild von der 'Kueche" einstellen... Mir war bei dem Essen schon klar, dass ich wahrscheinlich krank werden werde, aber ich musste essen, sonst ware ich den Berg nicht hochgekommen.
Das Problem hier ist die Hygiene. Die meisten Leute hier werden wegen der Hygiene krank. Da der Nepali in den Bergen von Haus aus wenig Wasser hat, wird es nix mit Haendewaschen vor dem Kochen, da kann es sein, dass der Ofen im Gastraum mit Yakscheisse bestueckt wird und anschliessend werden die Kartoffel fuer den Gast gekocht. Und so war es auch im Basislager. Dem Koch war der Treager beim Kochen zuhilfe. Der Trager ist seit 1.4. mit auf Tour. Ich hab noch nie gesehen, wie der sich gewaschen hat, bzw. er tragt seit 1.4. die gleichen Klamotten. Wenn der neben einem steht, riecht man die weite Welt... und dieser Traeger hat schoen Teig geknetet fuer Fladen...hinterher waren die Haende sauber.grinz.

Heute gings um 8h los. Hatte flaues Gefuehl im Magen. Von Dingboche gings nach Tenboche immer das Tal runter. In Tengboche, das auf einer Anhoehe liegt, befindet sich ein ein Kloster. Sehr anschaulich. Sogar mit Baeckerei, wo man einen "Apple Struudel" kaufen kann. Ich kam nicht darum herum und mein Magen meldete sich 1h spaeter... Von Tengboche gings die Anhoehe (eine Anhoehe ist hier, wenn man von 3600 kurz auf 3900 raufgeht) runter bis zur Talsohle und auf der anderen Seite wieder rauf auf die gleiche Hohe. In der Talsohle fliesst ein reissender Fluss, an dem es unmoeglich ist, entlangzuwandern. Sehr ermuedend..
Insgesamt war ich heute 5.5h auf Schusters Rappen unterwegs. Soviel Hoehenmeter wie gestern (3200m) hab ich heute nicht gemacht, aber ich schaetze es waren auch 1500m gewesen. Nun sitz ich hier im beschaulichen Namche. Das Wetter ist gut, Sonne und ca. 20 Grad. Da lockt ein Kaffee im Freien am "Viewpoint" mit Blick auf den Mt. Everst..

Namaste!

Dienstag, 14. April 2009

Island Peak 6189m

Ich bin wieder unten. habe vor zwei tagen meinen kletterguide kennengelernt. der war schon zweimal auf dem mt. everest und ist ein eingebildetes ars.... der mensch soll mich auch noch bis lukla begleiten.. so hab ich mich vor zwei tagen am abend (ostersonntag) mit ihm zusammengesetzt und das programm gestrafft. aus zwei tagen anstieg zum berg wurde einer. high camp wurde gestrichen. der berg wurde heute an einem tag gemacht. gestern gings mit koch, einem traeger fuer das kuechenzelt und kochgeraet, dem kletterguide und meinem traeger fuer meine persoenlichen sachen los. stiegen von 4400 auf 5100m zum Base Camp auf. d.h. auf ein grosses geroellfeld am fusse des berges. nach aufstellen des zeltes wurde gekocht. ich wurde von 16 - 18.30h gestopft. brachte keinen bissen mehr rein. viel knoblauch, wegen der hoehe und dem duennen blut. hatte zwei schlafsaecke dabei gingen bis minus 20grad. trotzdem musste ich fleecehose, fleecejacke, muetze, und fleecepulli im schlafsack anziehen. dazu noch taschenwaermer fuer die fuesse. unglaublich kalt... um 1.45h war die nacht rum. wieder essen. 2.30h ging es los. zusammen mit zwei schweitzer und den kletterguides. wir stiegen schweigend im dunklen mit stirnlampen auf. saukalt.. ueberholten ein japanische gruppe die schon um 24h gestartet war... alle 60 hoehenmeter gabs einen stopp. die luft wurde immer duenner. gegen 5h wurde es hell und wir erreichten den gletscher. ich hatte mir steigeisentaugliche schuhe geliehen und steigeisen, dazu eisaxt.
nach 100 hoehenmeter kam die erste von zwei gletscherspalten die mit fixseil gesichert war, aber uebersprungen werden musste. beide spalten waren ca. 1.50m breit. unangenehm war nur, dass man nach oben springen musste. dann kam die wand. ca. 70grad, hoehe ca. 200m. gesichert mit fixseil und mit petzl steigklemme, wie mit eisaxt kein problem - technisch gesehen. ich bin in der wand verreckt...ca. 5900 - 6100m hoch. jeder schritt nach oben kostete kraft ohne ende. oben gings ueber einen sattel problemlos zum gipfel, den wir um 7.25h erreichten. um 8h wieder runter und um 10h im basecamp. ich hatte keine lust mehr auf eine zweite nacht im zelt, und entschied, dass wir nach dinboche (nochmal 3,5h strenger marsch) zfrueckkehren. da bin ich nun und freu mich auf eine dusche und spring rolls. das lapi hier macht mich wahnsinnig, dauern springt der curser in den text und schreibt dort weiter..

morgen gehts runter nach namche bazzar und dann nach lukla. bin meinem plan 5 T vorraus. D.h. ich kann mich noch in Nepal rumtreiben.. werde vielleicht nach Pochara / Arnampurna fuer
zwei tage fliegen.

gruesse aus dingboche

Sonntag, 12. April 2009

Ostergruesse aus dem Himalaya!

Bin grad in Dingboche. Seit Namche Bazzar ist ne Menge Schnee hier gefallen. Aber der Reihe nach. Nach Namche gings dem Girl von "Down Under" nicht so gut. Sie vertrug die Hoehe nichtund wurde echt krank. Unser Guide entschied sich mit ihr auf 3800m abzusteigen. Ich sollte mit dem Traeger alleine weitergehen. Der Traeger konnte nicht lesen und schreiben und spricht kaum Englisch. Also war ich quasi auf mich alleine gestellt. Man muss sich NamcheBazzar am unteren Punkt eines grossen "V" vorstellen. Der linke Ast fuehrt nach Gokyo (meine Richtung) und der rechte in Richtung Everest Base Camp. Ich ging bis ans Ende des linken Astes und Lianne mit Guide gingen den rechten Ast entlang. Am 9.4. sollten wir uns in Longbuche wieder treffen.
Gokyo liegt an einem Gletscher mit drei heiligen Seen.Diese sind aufgrund der Hoehe (ueber 5000m) teilweise zugefroren. Am Mittag meiner Ankunkft zogen Wolken auf und es begann zu schneien und ein Blizzard gab sich ein Stelldichein. Am naechsten Morgen war geplant um 5h aufstehen und 5.30h Start auf den Gokyo Ri (5400m) zu steigen. Von dort hat man einen tollen Blick auf 5 der hoechsten Berge der Welt.
Ich war um 5.30h fertig. der Traeger schlief noch. Also ging ich alleine los. ich war der erste und es lag Neuschnee von ca. 8cm. Also musste ich mir den Weg alleine suchen. Gegen 06.30h kam die Sonne raus und ich sah tief im Tal eine einzelne Person loseilen. Das war der Traeger. Irgenjemand muss ihn geweckt haben und mitgeteilt haben, dass sein Kunde alleine losging.Ich war dann auch gegen 07.15h auf dem Gipfel und hatte diesen tiefverschneit mit Gebetsfahnen um mich herum ca. 1h fuer mich alleine.
Das war dort oben mit dem Blick auf den Mt.Everest, Lhotse, Nuptse etc. im blauen Himmel einer der schoensten Momente die ich je erlebt habe. Wenn ich jetzt hier dran denke bekomm ich wieder Gaensehaut und feuchte Augen.echt.
Von Gokjo aus gings ueber den Chourla Pass auf die andere Seite des V. Der Pass liegt ca. 5300m hoch. Oben auf der Passhoehe hab ich Spuren eines Schneeleoparden gefunden. Interessant. Fuer meinen Traeger war ich zu schnell. Ich war ihm regelmaessig 1h voraus.grinz. Am 9.4. traf ich dann in Longbuche wieder auf meinen Guide.
Lianne gings etwas besser. Von Longbuche aus gins nach Gora Shep. Das liegt ca. 1.5h Std vom Basislager des Mt.Everst entfernt. Auch dort gibt es Internet.Small World. Die Stunde kostet aber 25Euro. Das war mir dort dann doch zu teuer.
Von Gora Shep gingen unser Guide und ich am Karfreitag ins Basislager. Wir liefen die Strecke in 1.20h - der Normalo braucht 2.5h dafuer.
Mein Training daheim zahlt sich hier jede Sekunde aus! Hab Null Probleme mit der Hoehe oder mit der Kondition.
Zwei Brueder meines Guides nehmen an einer Expediton von Amis teil. Insgesamt sind grad 32 Expeditionen im Basislager. D.h. ca. 1500 Leute leben da. Wir haben die Brueder besucht und ich hatte so Gelegenheit das "Innenleben" einer Expediton zu erleben. Die Sherpa hatten ihre Freude daran mich im Essenszelt Tellerweise mit Sherpa Stew das ist Reis mit Curry (sehr lecker) zu stopfen. Nach 2 1/2 Teller hab ich dann die Fluegel gestreckt. Ich ging etwas auf Entdeckungstour. Ich sah z.b. dass die Russen eine Sat-Anlage und Flachbettbildschirm im Gemeinschaftszelt stehen haben. Man goennt sich ja sonst nix...
Ich hab mich dann in den ca. 25m entfernt beginnenden KumbuEisfall geschlichen. Ja ich weiss:
1.Verboten - man braucht extra Permit
2.Nur mit Steigeisen begehbar
3.Gefahrlich wegen Gletscherspalten

aber gerade die verbotenen Sachen machen am meisten Spass!

Es war gigantisch zwischen Haushohen Eistuermen rumzuklettern, uber Aluleitern in Richtung Western CUM zu steigen.. 100m Hoehe uber dem Basislager hat mein Guide mich dann entdeckt und durch wildes Arbeiten mit den Armen zu Umkehren ueberredet. Aber toll wars!

Am naechsten Tag (Ostersamstag) gings auf den Kallar Pattar mit 5550m. Von hier hat man den besten Everstblick. Los gings um 5h. Wir waren um 6.15h oben. Wieder gute Zeit. Normalo braucht 2.5h. Oben hat es mir aber nicht gefallen. Everest war in Wolken. Meine Wasserflasche in der Aussentasche der Jacke war gefroren! Dazu schneidend kalter Wind. Die Kamera arbeitete aufgrund der Kaelte nicht. Hinterher hab ich erfahren, dass es ca. minus 28 Grad hatte. Na toll. Wir (Guide und ich) sind dann runtergerannt, weil es so kalt war. So wurde uns etwas warm.
Heute morgen haben wir uns getrennt. Guide und Lianne steigen ab nach Lukla. Ich ging weiter von Pheriche nach Dingboche, wo ich gerade bin. Heute Mittag treff ich meinen Klettersherpa und dann besprechen wir die Tour auf den Island Peak. Den Berg kann man von hier gut erkennen. Bin echt aufgeregt, der sieht gut aus. Alles im Schnee..

Mehr faellt mir grad nicht ein. Denke ich bin am 15.4. auf dem Gipfel des Island Peak und am 18.4. in Lukla um dann am 19.4. wieder nach Katmandu zu fliegen.

Bis denn..
coco

Donnerstag, 2. April 2009

Kathmandu - Namche Baazar (Everest Trek)

Namaste!
welch kleine Welt. Im Himalaya gibt es Internet! Unglaublich gell? Bin vor zwei Tagen von KTM nach Lukla geflogen. Musste um 8h am Flughafen sein. Propellermaschine mit 12 Passagieren. Wenn man einen fruehen Flug nach Lukla hat ist das nur gut, da der Ort von den Piloten zwischen zwei Bergen - man stelle sich ein grosses "V" vor durchflogen werden muss (auf Sicht!!) und nach einer Rechtskurve gegen den Berg auf einer Landebahn die ca. 500 m lang sein duerfte den Berg hoch landen. Das fuehlt sich so an, wie wenn man einen Pfannenkuchen aus der Pfanne auf seinen Teller schmeisst. Patsch! und man ist gelandet...

War einer der interessantesten Fluege die ich bisher hatte..

Der Flughafen in KTM muss man sich als ca. 40x40m grosse Halle vorstellen, die in der Mitte geteilt ist. Im vorderen Teil ist der Check-In. Hier trifft man auf Tagestouristen die mal schnell in die Berge zum Trekken fliegen wollen, Touristen die mit Budda Air oder Yeti Air einen Rundflug zum Mt.Everest (fuer 80 Dollar sehr zum empfehlen!!) machen wollen, Expeditionen zum Mt. Everest die unglaublich viel Gepaeck bei sich haben und auf ein eigenes Flugzeug warten und die normalen Trekker die einfach ins Arnapurnagebiet oder in die Everest Region fliegen wollen. Hinter dem CheckIn die gleiche Halle mit Wartestuehlen. Man wartet hier dass der Flug nach Lukla geht. Da die Piloten auf Sicht fliegen (siehe oben) und das Wetter sich staendig aendert, wartet man. Wir waeren normal um 8.30h geflogen - um 11.30h ging es dann erst los...

Von Lukla aus gings 3h in ein kleines Dorf, wo wir auf 2600m uebernachteten. Heute morgen um 7h gings los und vor gut 2Std kamen wir in Namche Baazar auf 3440m Hoehe an. Morgen ist Akklimationstag. Bisher macht mir die Hoehe aber nix aus. Die Wege hierhoch sind besser ausgebaut als die Wanderwege in Oesterreich. Ich finde es sich schwieriger die Zugspitze via Ehrwald zu ersteigen (und das ist echt leicht!) als hier hochzulaufen. Die ganze Tour zum Basecamp lasst sich auch gut ohne Guide machen. Ein Traeger ist sinnvoll, so laeuft man fast ohne Gepaeck. Die Gegend ist unglaublich schoen. Tiefe Taeler mit Kieferwaeldern und reissenden Fluessen ueber die man auf schwindelerregenden Haengebruecken aus Stahl geht. Immer hohe Berge ueber 7000m im Visier. Dann sieht man den Berg der Berge vor sich. Zwar noch weit weg, aber doch sehr schoen mit der typischen Schneefahne um den Gipfel.
Namche Baazar hat ein Wasserkraftwerk und von daher permanet Strom. Hier gibt es alles. Internet, Baeckerei, Waescherei, Geschaefte die Souveniers verkaufen, Shops die Bergausruestung vermieten oder verkaufen...
Small World. Internet..wenige Kilometer vom Base Camp des Mt. Everest... Die Zimmer hier lassen sich mit Zimmern auf Huetten in Oesterreich gut vergleichen. Betten sind gut. Etagenduschen und Toiletten. everthing ok... Essen ist auch gut. Viel besser als das was ich in China oder in Kirgistan vorgesetzt bekommen habe. Und man trifft unterwegs jede Menge Landleute die hier auch trekken oder klettern gehen.

Unser Traeger ist ein Maennchen von ca. 155cm und 60kg. Der Mensch traegt ca. 80kg und war heute eine Stunde !! vor uns in Namche Baazar. Unglaublich...

Habe heute erfahren, dass mein Klettersherpa am 11.4. zu uns stossen wird. Es ist ein sehr erfahrener Bergfuehrer, der schon zweimal auf dem Mt.Everest stand und der mit mir alleine auf den Island Peak klettern wird. Wir werden um den 15. April (je nach Wetter) abseits ins BaseCamp und am 16.4. ins High Camp gehen. Jeweils Zeltuebernachtungen. Am 17.4. werden wir dann morgens sehr frueh aufstehen und den Island Peak besteigen. Am Abend wollen wir wieder im Base Camp im kuscheligen Schlafsack liegen. Bin guter Dinge dass alles klappen wird. Wenn ich sehe wer hier alles so rumspringt und was fuer unglaubliche Dinge die Leute mit sich herumschleppen - bin ich sehr gut vorbereitet und koerperlich in bester Verfassung.

Also werde ich mich entweder am 19 oder am 20. April wieder melden, wenn ich zurueck in Namche oder in Lukla sein werde.

Aktuell zieht es hier grad zu und es wird saukalt. Aber das ist hier wohl normal am Nachmittag. Morgens Sonne - sehr gute Sicht und warm. Nachmittags Wolken, etwas Schnee und saukalt.. aber das gehoert hier irgendwie dazu. So! ich geh jetzt einen Tee mit Milch schluerfen..
Gruesse in die Heimat!

Dienstag, 31. März 2009

Chengdu - Kathmandu

Hello,
heute morgen ging mein Flieger von Chengdu nach Kathmandu. Wollte die Nacht am Flughafen verbringen (so der Plan) da mein Flieger um 22.45h in Chengdu landete und um 07.40h gen Kathmandu wieder abheben sollte.
Wie es der Zufall wollte lernte ich in Urumqi einen Typen kennen der 7 Jahre in Chengdu lebte. Er rief eine Freund an, der mich vom Flughafen abholte. Wir gingen 5 min zu Fuss um die Ecke und da war ein kleines Hotel, wo ich fuer 15 Euro die Nacht verbringen konnte. Also ausgeschlafen nach Kathmandu.
Zuerst landeten wir in Lhasa zwischen. Die Chinesen spinnen. So eine Paranoia.. ich musste im Transferbereich bestimmt 10x meinen Ausweis und mein Ticket zeigen..so ein Schwachsinn. Das beste war aber, jeder musste in eine Box stehen wo er auf seine Groesse gemessen und sein Gewicht gewogen wurde. Was fuer ein Schwachsinn. Ich hab mich dann mit meinem Gepaeck reingestellt und gewartet ob jemand was sagt...pustekuchen.. also alles nur fake.. ich frag mich fuer was???

Der Flug nach Lhasa ueber die tibetische Hochebene war toll. Hatte mir vorher im Internet die Info geholt, RECHTS im Flieger zu sitzen. Und das hat sich als gute Info rausgestellt. Also wer je von China nach Nepal fliegen sollte immer RECHTS und immer WINDOW sitzen. siehe unten...

Von Lhasa aus muss der Flugzeug nach dem Start kreisen um Hoehe zu gewinnen. Die Berge aussenrum sind zu hoch um einfach wie gewoehnlich loszufliegen.
Nach einem 360 Grad Kreis gings dann los Richtung Kathmandu. Zuerst kam auf der linken Seite auf Hoehe von Butan ein 8000ender ins Blickfeld. Und dann auf der rechten Seite der Berg der Berge. Unglaublich welch ein Panorama. Mt. Everest und Lhotse im Vordergrund. So unglaublich schoen anzusehen. Ich glaub ich hab 30 Bilder gemacht..

Kathmandu ist eine haessliche und laute Stadt. Eine Mischung aus dem nahen Indien mit Frauen im Sahri und einer Mischung aus China und Pakistan. Sehr touristisch. Jeder will deine Kohle. Staendig versucht jemand dich ueber das Ohr zu hauen..

Der Nachmittag war ausgefuellt mit Besuch bei Sherpa Ass. Ich brauche ein Kletterpermit, ein Ticket fuer den Flug nach und von Lukla, meine Versicherungshotline muss durchgegeben werden im Falle einer Bergrettung fliegen die nur los, wenn die Kostenzusage da ist. Da hab ich in Deutschland aber schon vorgesorgt und fuer die ganze Reise was abgeschlossen..
Weiter musste gepackt, Proviant gekauft und an 1000 Kleinigkeiten gedacht werden... von Wasserentkeimungstabletten bis zum Sonnenschutz oder Toilettenpapier.. ich bin ja 21 Tage unterwegs. Man kann zwar unterwegs in kleinen Orten einkaufen, dass ist aber dort sehr teuer. Das groesste Problem war und ist Bargeld zu besorgen, da ich umgerechnet ca. 400 Euro in den 21 Tagen fuer Trinken und Essen und Leihgebuehr fuer Eisaxt und Steigeisen, Seile und Klettergurte und Karabiner benoetige. Aber alles bewaeltigt.
Morgen frueh um 7h gehts los. Ich reise 11 Tage mit einer australischen Lady die trekken geht und dann geh ich alleine mit Klettersherpa, Traeger und Koch los um auf den Island Peak zu klettern.

Handy funktioniert hier nicht. So werde ich mich wenn alles gut laeuft wieder am 21.04, speatestens am 22 oder 23.4. wieder melden.

Bis dahin NAMASTE wie der Nepalese zur Begruessung und zum Abschied verkuendet.

Sonntag, 29. März 2009

Turphan - und Ausblick auf die naechsten Tage

Heute waren die Sehenswuerdigkeiten um Turphan auf dem Programm.
Zuerst ging es durch die Wueste zu den "Flamming Mountains" die sehen in der flimmernden Hitze tatsaechlich ein wenig so aus, als wuerden sie brennen. Die Fahrt ging vorbei an vielen kleinen Oelpumpen. Die Oelvorkommen hier sollen groesser sein als die in den USA...aha. Die alten Stadte Jiaohe und Gaochang waren ihre Eintrittsgelder wert. Mir persoenlich hat Gaochang besser gefallen, da es ein riessiges Feld von ca. 2 km auf 2km darstellt, in welchem man sich frei bewegen kann und etwas Entdecker spielen kann. Man kann auch einen Eselkarren mieten und sich bequem per Esel durch das Ausgrabungsfeld fahren lassen. Aber das war mir zu bequem..ich wollte alleine entdecken..
In Jiaohe bekam ich gleich einen Anschiss, dass ich gefaelligst auf den Wegen bleiben soll.. Ich bemerkte dann, dass es im Abstand von ca. 500m ueberall so etwas wie Strassenlaternen gab. Eine naehere Untersuchung ergab, dass es sich um Ueberwachungskameras handelte..aha.. Big Brother is always watching you...
Das Emim Minarett gab ich mir nur von aussen und nur fuers Foto..hab soviele Moscheen und Minarette in den letzten Wochen gesehen, da reicht es, wenn ich das Teil von aussen betrachten konnte.
Das Karez Bewaesserungsystem, zu welchem man auch immer gerne gefahren wird, da es guenstig auf dem Weg liegt, hab ich mir auch nur von aussen gegeben, da auf dem Weg von Kashgar hierher und im Iran ich solche Bewaesserungssysteme bereits betrachtet habe - ohne Eintritt zu zahlen. Aber wer so was nicht kennt, ist bestimmt interessant.
Es werden hierbei unterirdische Fluesse angezapft und das Wasser von der Quelle an den Platz des Bedarfes transportieren. An strategisch wichtigen Punkten werden Brunnen gebohrt, die das Wasser nach oben bringen und in oberirdischen Kanaelen dann kreuz und quer durch die Stadt oder die Oase fliessen lassen - einfach ausgedrueckt. Imposante alte Technik..

Die Grotten von Bezeklik habe ich mir auch nicht gegoennt, da ich im Laufe meiner Reise noch dieLongmen - Grotten von Louyang anschauen werde, die ebenfalls ein Zeugnis von fruehbuddistischer Kultur in China sind, die auch auf die Einfluesse der Seidenstrasse zurueckzufuehren sind.

Den Iding See konnte ich leider nicht betrachten, da mein Fahrer sich weigerte die schlechte Strasse dorthin zu fahren. Ok - ich bin schon schlechtere Strassen gefahren. Aber der gute Osman, so hiess der Fahrer wollte nicht die Federung seines Busses opfern, nur damit ich den See sehen konnte. Schade, waere gerne am zweittiefsten See der Erde (-154m unter Meereshoehe) mal gestanden. So hats nur fuer -45m gereicht. So tief liegt Turphan City.

Als ich heute dann am nachmittag zurueckkam versuchte ich ein Internetcafe mit Drucker zu finden - in dieser Stadt unmoeglich. Ich bin dann einfach zur China Telekom gegangen, da ich mir dachte, die haben schnelles Internet und bestimmt auch einen Drucker. Schnelles Internet ja, Drucker nein. Aber ich fand einen sehr netten Menschen dort, der gutes Englisch sprach und der mir weiterhalf.
Er hat mir zuerst den Acrobat Reader auf seinem Laepi installiert und dann haben wir alles notwendige auf meinem Stick gespeichert. Anschliessend zog er mit mir los um einen Drucker zu suchen - wir fanden dann einen. Sehr nett.
Er fragte mich, ob ich nicht Lust und Zeit haette noch ein wenig bei ihm zu bleiben. Ich hatte ja nix vor/.. so haben wir den fruehen Abend dann damit verbracht uigurische Songs auf meinen Stick zu laden..ich hab nun ca. 500MB Hitparade Uigur dabei :))) dann fragte er mich, ob ich nicht Lust haette heute abend in der Abendschule ein Referat vor Leuten abzuhalten, die Englisch lernen wuerden. Ich koennte ja von Deutschland erzaehlen. Also ich hab dann ja gesagt, da ich nix vorhatte und das ein witziger Abend werden wuerde.
So hab ich dann vor ca. 10 Leuten 2Std ueber Deutschland und unsere Lebensweise, Arbeit, Leben, Kosten etc. erzaehlt. Ich hab manche Vorurteile brechen koennen und manche Lebensweisen von uns Europaeern haben nur Staunen und grosse Augen hervorgebracht. War ein lustiger Abend gewesen. Ich hab nebenbei viel ueber die Uiguren erfahren, da ja meine Beispiele von Deutschland immer wieder kommentiert wurden mit...aber bei uns ist das so und so...

Ausblick:

Morgen fahr ich nach Urumqi und versuche im Laufe des Tages an den Ort Baojiacaozi zu gelangen, der ca. 30km von Urumqi entfernt liegt. Hier soll laut den neusten Berechnungen der Mittelpunkt Asiens liegen.
Um 19h geht mein Flieger nach Chengdu und der groesste Teil der Seidenstrasse wurde von mir bereist. Muss mal noch ausrechnen wieviele KM ich zurueckgelegt habe. Schaetze es duerften so ca. 10000 - 12000km gewesen sein.
Am 31.3.09 lande ich in Kathmandu. Habe bereits mit einer Agentur Kontakt aufgenommen. Ich werde vom Flughafen abgeholt und bereite mich gleich noch an dem Tag auf meine Trekkingtour/Klettertour vor.
Am 1.4. so hab ich per Email erfahren gehts mit dem Flieger nach Lukla und von dort per pedes bis zum Everest Base Camp. Das wird so um den 11.4.09 sein. Dann gehts von dort weiter zum Island Peak. Dort werde ich in drei Tagen versuchen mit einem Klettersherpa und Koch und Traeger den Gipfels dieses Berges zu erreichen. Laut den nepalesischen Bestimmungen handelt es sich um einen Trekkingberg, tatsaechlich handelt es sich aber um Hoehenbergsteigen mit Steigeisen, Eispickel und Kletterausruestung. Geht auf 6189m. Technisch ist der Berg nicht so schwer, die Hoehe machts aus.
Ich will laut Tourplan am 22.4.09 wieder in Kathmandu sein. Am 23.4. geht um 15h mein Flieger nach Indien.

So werde ich mich vielleicht am 31.3. kurz aus Nepal melden oder aber erst am 22/23.4. wieder, wenn ich vom Klettern zurueck sein werde.
Bis dahin Horido!!!

Samstag, 28. März 2009

Hotan - Turphan (durchs Herz der Taklamakanwueste) 1200km

Durch die ca. 600km von Kashgar nach Hotan und dass in dem Bus der wie ein Wildpferd bockte - dachte ich mir, schlimmer kann es nicht kommen.
Laut meinen Unterlagen sollte die Fahrt von Hotan nach Turphan ca. 17 Std dauern. Gleich vorweg, es wurden mehr..ich war 28Std am Stueck unterwegs. Das war ein Tour...
Es fing harmlos an. Auf dem Busbahnhof in Hotan, wurde mir ein Bus zugwiesen, der von aussen wie ein neuer MAN aussah - chin. Modell - gut kopiert. Innen dann... keine Sitze, sondern Kojen!! das muss man sich so vorstellen. Drei Reihen, jeweils eine am Fenster und eine Mittelreihe. Oben und unten Kojen. Diese haben eine Lange von ca. 185cm - fuer Chinesen und Uiguren gerade richtig - fuer Europaer die groesser sind als 185cm..grinz...
Ich hab mir einen Fensterplatz ergattert und los ging die Fahrt durch die Wueste. Nach Stunden der Fahrt dann die erste Pause...alles rennt los in die Duenen..die Frauen ueber die Strasse in den Sand, die Maenner hinter dem Bus in den Sand... starker Wind und angenehme Temp. Bin froh, dass ich ein langaermeliges Hemd trage, bei dem Sand ware Tshirt eine Qual..

Dann geht weiter. Irgendwann gegen 20h der naechste Halt in einer staubigen Oasenstadt. Von hier gehts nun direkt 500km quer durch die zweitgroesste Wueste der Welt, sagt mein Reiserfuehrer.
Aber zuerst wird in einem uirgurischen Lokal gegessen. Der Wirt kommt aus dem Hinterzimmer in des Gastraum aeh...in dem Raum wo drei Tische und 12 Plastikstuehle stehen und schenkt ersmal Tee aus. Dann schreit er mich irgendwie an..es fuehlte sich so an wie angeschrien..warscheinlich sagte nur Guten Tag zu mir.GRINZ.
Ich hab dann - da englisch sowieso keinen Zweck hat, auf badisch zurueckgeschrieen, dass ich Hunger hab und er seinen Arsch in die Kueche bewegen soll und mit einer Ladung "lamaghan" dass sind Nudeln mit Fleisch wiederkommen soll. Er hat wohl "lamaghan" verstanden und mich wie eine Kuh angeschaut. Ich hab dann mit noverbalen Gesten deutlich gemacht, dass ich Hunger hab und er Gas geben soll. Alles hat gelacht und 5min spaeter stand mein Essen auf dem Tisch.hehehe..
Essen war wieder erwarten gut. Dafuer hat er mir 10 Yuan abgeknoepft. Das sind ca 1.10Euro. Wucher. Ich hab schon fuer 7 Y gegessen.
Egal. Irgendwann gings dann weiter und mitten in der Nacht wurde ich geweckt. Glaube es war so um 1h. Ich musste den Bus wechseln. Keine Ahnung wieso. Also in den naechsten Schlafbus. Der Fahrer gab mir noch 30Y zurueck und meinte irgendwas was ich nicht verstand. Dachte mir aber, dass dies fuer irgendeinen Bus die Gebuehr sein muss und wer das Geld will wird sich schon melden. Also in die naechste Koje. Leider nur noch Mittelgang frei, aber Gott sei Dank oben.. Werde um 8h durch Gedudel wach. Es laeuft irgendeine DVD mit urigurischen Gesaengen. Tolle Weckmusik. Um 9h dann der naechste Buswechsel wieder irgendwo in der Wueste wartet ein Bus und ich steige um. Dieser Busfahrer will dann die 30Y Gebuehr haben. Aha. Komme um 16h Bejingzeit an. Suche mir ein Hotel und kann den Preis kraeftig runterhandeln, da noch Vorsainson.
Kauf mir endlich eine Uhr auf dem Basar fuer teure 2 Euro, so eine G-Shock Kopie. Aber sie geht. Jetzt hab ich endlich wieder die Bejing Zeit am Arm.
Witzig ist das schon. Selbst in Kasghar gab es Bejing Zeit und Lokal Zeit. Nach der Bejing Zeit wurde es in Kashgar erst um 10h hell, dafuer aber bis 24h. Bejing liegt halt ca. 4000km von Kashgar entfernt und da sind einige Laengen und Breitengrade dazwischen..

Im Zimmer des Hotels hab ich sogar einen eigenen Rechner mit Internetzugang. So kann ich quasi vom Bett aus meinen Blog bedienen. Auch nett.
Morgen werde ich Turphans Umgebung erkunden. Hab mir hierzu heute abend einen Fahrer nebst Auto angemietet. Der gute wird mich morgen den ganzen Tag durch die Gegend kutschieren und mich zu den Sehenswuerdigkeiten bringen, die ich sehen will. Da hier absolute Vorsaison herrscht, kann auch hier gut gehandelt werden.
Am 30. fliege ich dann abends nach Chengdu und nach einer Nacht am Flughafen morgens weiter nach Lhasa und weiter nach Kathmandu.
Der erste Teil meiner Reise naehert sich somit langsam seinem Ende zu. Die Seidenstrasse ist fast abgefahren. Es fehlt noch ein Stueck bis XI'an, dass ich im Teil 3 meiner Reise zuruecklegen werde.
Nun bereite ich langsam aber sicher auf Teil 2 meiner Reise vor: Nepal und Trekking zum EBC (Everest Base Camp) und vielleicht zum Gipfel des Island Peak.

Gruesse von der Seidenstrasse
coco